Innere Medizin I: Gastrointestinale Signaltransduktion

Das Pankreasadenokarzinom (PDAC) weist eine infauste Prognose auf. Die ausgeprägte Chemoresistenz, die zu großen Teilen durch den Transkriptionsfaktor NF-κB vermittelt wird, stellt ein zentrales Problem in der Behandlung dieses Malignoms dar. Dabei ist bisher ungeklärt, welche Funktionen die einzelnen NF-κB Untereinheiten vermitteln und es ist nur unzureichend verstanden, in wie weit die NF-κB Untereinheiten auch eine Rolle in dem für die Chemoresistenz und Metastasierung dieses epithelialen Karzinoms wichtigen mesenchymalen Kompartiment spielen.

Da zum Teil auch eine pro-apoptotische Funktion von NF-κB berichtet wurde, könnte eine ungezielte Hemmung aller NF-κB Untereinheiten auch unerwünschte Effekte in der kombinierter Tumortherapie haben und damit das Scheitern aktueller Therapiestudien zum Teil erklären.

Ziel der aktuellen Arbeiten ist daher, mittels funktionell genetischer Analysen die Beteiligung der verschiedenen NF-κB-Untereinheiten an der Chemoresistenz zu untersuchen. Hierzu werden Pankreastumorzelllinien, ein etabliertes epithelial-mesenchymales Ko-Kulturmodell mit Pankreasfibroblasten, in Kooperation mit der AG von Prof. Kalthoff/Egberts ein orthotopes Tumormodell und letztlich genetische Modelle in der C57/Bl6 Maus genutzt.

Hierdurch soll erstmals detailliert die Rolle der einzelnen NF-κB-Untereinheiten für die Chemoresistenz des PDAC untersucht werden, um hieraus wichtige Informationen für den klinischen Einsatz einer NF-κB Inhibition in der Therapie des Pankreaskarzinoms zu gewinnen.

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Alexander Arlt

Prof. Dr. med. Alexander Arlt


Abteilung/Arbeitsgruppe: Labor für Gastrointestinale Signaltransduktion

Institut/Klinik: Klinik für Innere Medizin I; UKSH, Campus Kiel

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