PopGen 2.0 Netzwerk

Projektleitung:

  • Prof. Dr. med. Wolfgang Lieb
  • Prof. Dr. rer. nat. Michael Krawczak


Das Biobanken-Netzwerk PopGen 2.0 Netzwerk (P2N) ist ein organisatorischer

Zusammenschluss von zehn Forschungsbiobanken (Stand 07/2017) an der Medizinischen Fakultät der CAU, am Kieler Campus des UKSH und am Forschungszentrum Borstel.

Durch diese Vernetzung sollen Biomaterialien und zugehörigen Daten der beteiligten Biobanken, die sämtlich unter Einhaltung einschlägiger Anforderungen an Datenschutz und ethische Grundsätze gesammelt wurden, national und international effektiver nutzbar für die medizinische Forschung gemacht werden. Ziel von P2N ist es, eine nachhaltige Biobank-Infrastruktur am UKSH, Campus Kiel, und an der CAU zu etablieren, um so dauerhaft die wissenschaftliche Forschung mit qualitätskontrollierten humanen Biomaterialien zu gewährleisten.

P2N ist bis 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert worden und wurde zu Jahresbeginn 2017 in eine zentrale Einrichtung der Medizinischen Fakultät der CAU überführt.

Beratungsservice Forschungsethik bei der Vorbereitung eines Ethikantrages

Wer eine Biomaterialsammlung plant oder mit klinischen Proben forschen möchte, benötigt das Votum der zuständigen Ethik-Kommission. Wesentlicher Bestandteil eines Ethikantrages sind die Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente für Patientinnen und Patienten, Probandinnen und Probanden sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für die Erstellung dieser Dokumente zur Einreichung bei der Ethikkommission bietet das Biobanken-Netzwerk P2N der Medizinischen Fakultät der CAU einen Beratungsservice Forschungsethik an, der ärztliche und wissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen in Hinblick auf die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte bei ihrem Antrag berät. Dieses Angebot hilft, den Aufwand bei der Beantragung und Begutachtung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie für die Ethikkommission zu verringern und ist damit ein ergänzender Baustein zur Steigerung der Effizienz in der medizinischen Forschung an der CAU.

Als unterstützendes Material wurde eine generische modulare Aufklärung und Einwilligungserklärung für Patientinnen und Patienten sowie Probandinnen und Probanden erarbeitet, die sich an dem aktuellen Mustertext des Arbeitskreises Medizinischer Ethikkommissionen in Deutschland (AKEK, Stand: Juni 2016) orientiert. Dieses generische Musterdokument hat bereits ein zustimmendes Votum der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der CAU erhalten und eröffnet die Möglichkeiten eines broad consent zur Verwendung von Biomaterialien und zugehörigen medizinischen Daten für aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte.

Studien und Forschungsprojekte sowie Biobanken, die für die Nutzung von Daten und Biomaterial einen broad consent anstreben, haben die Möglichkeit, das oben genannte Dokument unter Anpassung weniger studienspezifischer Aspekte zu verwenden. Es steht neben weiteren Informationen hier zum Download bereit.

Kontakt: Gesine Richter MA, MBA