Klinik für Angewandte Zelltherapie

Direktor:

  • Prof. Dr. Fred Fändrich


Die Klinik für Angewandte Zelltherapie ist darauf ausgerichtet, neue individualisierte Therapieformen der Zukunft zu entwickeln. Hierbei geht es um drei große medizinische Anwendungsgebiete: (i) Immuntherapie autoimmuner Erkrankungen, (ii) die Anwendung autologer Zellprodukte zur Regeneration degenerierter Gewebe und Gefäße und (iii) die Immuntherapie von Malignomen.

Die Zellprodukte werden aus autologen monozytären Zellen gewonnen, die nach entsprechender Programmierung im GMP-Labor dem Patienten zurückinjiziert werden. Diese Form der personalisierten - auf den Patienten ausgerichtete - Therapieform zielt sowohl auf präventive als auch kausale, die Ursache behandelnde Maßnahmen ab. Hierbei werden insbesondere Erkrankungen, die mit einer chronischen Inflammation einhergehen, im Fokus zukünftiger Behandlungskonzepte stehen.

Diese innovativen Ansätze sind auch dem Umstand geschuldet, dass die demographische Entwicklung der westlichen Industrienationen durch eine signifikant längere Lebenserwartung und abnehmende Geburtenzahlen gekennzeichnet ist und hieraus ein zunehmender Kostendruck im Gesundheitssystem entsteht, wodurch eine hohe Nachfrage für präventive und kausale Therapiestrategien entsteht.

Mit der Einrichtung der Klinik für Angewandte Zelltherapie haben die Medizinische Fakultät und das UKSH auf diese Entwicklung reagiert. Präklinische und erste klinische Forschungsergebnisse dieser translationalen Anwendungsforschung werden genutzt, um in Kooperation mit anderen Fachkliniken und industriellen Partnern innovative Zell-basierte Therapieformen der Zukunft zu entwickeln, um Patienten zukünftig davon profitieren lassen zu können.