Klinik für Innere Medizin II - Hämatologie und Onkologie

Direktor:

  • Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Michael Kneba


Die Medizinische Klinik II, Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, ist die größte hämatologisch-onkologische Klinik der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein, in der alle Therapieverfahren einschließlich der autologen und allogenen Blutstammzelltransplantation angeboten werden. Auf dem Campus Kiel des UKSH befinden sich eine interdisziplinäre onkologische Ambulanz, die gemeinsam mit der Klinik für Allgemeine Chirurgie betrieben wird, und ein stationärer Bereich. Ein weiterer Teil der Klinik ist das Dr. Mildred-Scheel-Haus, das Zentrum für Knochenmark- und Stammzelltransplantation und zelluläre Immuntherapie. Zur Medizinischen Klinik II gehört auch die Sektion für Stammzell- und Immuntherapie.

Medizinischer Schwerpunkt ist die Diagnostik und Therapie von bösartigen Organtumoren und Erkrankungen des blutbildenden Systems, der Blutgerinnungsstörungen und Infektionskrankheiten (Schwerpunkt HIV-Medizin). Patienten/-innen mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen werden in interdisziplinären Tumorambulanzen an beiden Standorten zügig und umfassend behandelt. Die Spezialambulanzen dienen als zentrale Anlaufstellen für ganz Schleswig-Holstein.

Die Klinik ist Teil des Krebszentrums Nord/Comprehensive Cancer Center. Sie arbeitet außerdem eng mit dem Tumorzentrum des UKSH zusammen, das bereits während des stationären Aufenthaltes oder während der ambulanten Betreuung Unterstützung leistet. Auf diese Weise können medizinische und psychosoziale Hilfe frühzeitig ineinander greifen.

Sektion für Stammzell- und Immuntherapie

Direktor:

  • Prof. Dr. med. Martin Gramatzki


Die Sektion für Stammzell- und Immuntherapie ist im Dr. Mildred-Scheel-Haus angesiedelt. In dem mit modernen Reinräumen ausgestatteten Haus werden in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen internistischen und pädiatrischen Hämatologen jährlich über 100 Patientinnen und Patienten mit hämatopoietischen Stammzellen transplantiert.

Das Haus ist Mitglied der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) und nach den internationalen Kriterien der JACIE (Joint accreditation committee ISCT and EBMT) akkreditiert. Neben der Stammzelltransplantation ist hier ein Kompetenzzentrum für zielgerichtete Therapieverfahren (monoklonale Antikörper, Immunzellen und „kleine Moleküle“) entstanden. Station, Ambulanz, Zellaphereseeinheit und Good Manufacturing Practice (GMP)-Labor zur Herstellung innovativer verkehrsfähiger Arzneimittel sowie translationale Forschung sind untrennbar miteinander verwoben.

Internationale Kooperationen und Unterstützung durch bedeutende Forschungsförderer wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Krebshilfe, José Carreras- und W. Sander-Stiftung sind Merkmale der wissenschaftlichen Arbeit. Ein besonderer Schwerpunkt in Forschung und Klinik ist die Pathophysiologie und Therapie von Plasmazelltumoren. Das Haus ist in die universitäre Lehre voll integriert.