Experimentelle Tumorforschung: Biomaterialbank BMB-CCC, Krebszentrum Nord

Anfang der 2000er Jahre wurde eine intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Sektion für Molekulare Onkologie der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie und dem Institut für Pathologie auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane und der Lunge begonnen. Hieraus sind eine Labor-Plattform für die SOP (standard operating procedure)-basierte Asservierung und Verarbeitung klinischer Proben von Krebspatienten sowie eine umfangreiche Biomaterialbank für Proben aus biologischen Flüssigkeiten (Blut, Knochenmark, Lavagen) sowie Gewebe (Tumor und peritumorales nicht-malignes Gewebe) hervorgegangen. Patienten/-innen, die in der Chirurgischen Klinik operiert werden, stellen nach ärztlicher Aufklärung und  Einverständniserklärung Anteile des operierten Materials für die Biomaterialbank und damit für die Forschung zur Verfügung.

Eine Schlüsselrolle für den hohen Standard bei der Probenasservierung spielt die reibungslose Zusammenarbeit von Chirurgen, OP- und Laborpersonal, Ärzten/-innen und Wissenschaftlern/-innen in den Biobanken und im Institut für Pathologie. Der Leitgedanke bei der Biomaterialsammlung ist die Qualitätssicherung durch schnellstmöglichen Transport, histopathologische Begutachtung und Zuschnitt der Gewebe durch Pathologen sowie umgehende chemische Fixierung der Gewebeproben und Kryokonservierung von Gewebe und Flüssigproben in flüssigem Stickstoff bei minus-196 °C.

Die onkologische Biomaterialbank des Krebszentrum Nord (BMB-CCC) mit Kryo-Gewebe, RNA-konserviertem Gewebe sowie Flüssigproben aus Blut und zytologischen Proben aus Blut, Knochenmark und Lavagen von mehreren Tausend Patienten gehört seit 2011 zum Biobanken Verbund Popgen2.0-Netzwerk (P2N) der Medizinischen Fakultät. P2N und seine Mitglieder werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Nationalen Biomaterialbanken-Initiative gefördert. In diesem Netzwerk wurden administrative Dachstrukturen für eine zentrale Biobank der Fakultät geschaffen, die in einer Geschäftsordnung verankerte Governance-Strukturen, Bestimmungen für die Probenabgabe, eine IT-Plattform, die Regelung ethischer und rechtlicher Aspekte sowie das Qualitätsmanagement umfassen.

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Christian Röder                

Dr. rer. nat. Christian Röder


Abteilung/Arbeitsgruppe: Biomaterialbank im Krebszentrum Nord/BMB-CCC, Sektion für Molekulare Onkologie

Institut/Klinik: Institut für Experimentelle Tumorforschung; CAU und UKSH, Campus Kiel

Anschrift: Arnold-Heller-Straße 3, Haus 17, 24105 Kiel
Telefon: +49 431/500-30590
E-Mail: c.roeder@email.uni-kiel.de