Immunologie: Entwicklung von gamma/delta T-Zell-basierten immuntherapeutischen Strategien

Wir beschäftigen uns mit der Rolle von sogenannten γδ T-Lymphozyten in der Infektion- und Tumorabwehr.

Vγ9Vδ2 T-Zellen des Menschen erkennen Pyrophosphat-Moleküle, die von vielen Bakterien sezerniert werden. Homologe eukaryote Moleküle werden von Tumorzellen im Vergleich zu „gesunden“ Zellen verstärkt produziert und können dann als tumorassoziierte Antigene von γδ T-Zellen erkannt werden. Ferner kann die Produktion von endogenen Pyrophosphaten durch Tumorzellen durch Behandlung mit Aminobisphosphonaten wie z.B. Zoledronat drastisch erhöht werden, wodurch sich interessante Perspektiven für die in vivo Aktivierung von γδ T-Zellen bei Tumorpatienten ergeben.

Neben dem T-Zellrezeptor-abhängigen Signalweg können γδ T-Zellen auch über den aktivierenden Rezeptor NKG2D nach „Erkennung“ entsprechender Liganden auf Tumorzellen stimuliert werden. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die Arbeitsgruppe derzeit mit folgenden Projekten: (i) Rolle des NKG2D/NKG2D-Ligand Systems für die Interaktion von γδ T-Zellen mit Glioblastomzellen; (ii) funktionelle Plastizität von γδ T-Zellen; (iii) regulatorische Funktion von γδ T-Zellen; (iv) Kontrolle der γδ T-Zellaktivierung durch neutrophile Granulozyten.

Diese Projekte sollen helfen, optimale Strategien für den Einsatz von γδ T-Zellen (in vivo Aktivierung und/oder adoptiver Zelltransfer) in der Tumor-Immuntherapie zu entwickeln

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Dieter Kabelitz

Prof. Dr. med. Dieter Kabelitz


Abteilung/Arbeitsgruppe: AG Kabelitz

Institut/Klinik: Institut für Immunologie; CAU Kiel

Anschrift: Arnold-Heller-Str. 3, Haus 17, 24105 Kiel
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