Übersicht der geförderten Lehrprojekte

Folgende Projekte wurden bereits gefördert:

2016

Darstellung des Lernzielkatalogs der Zahnärztlichen Propädeutik unter Verwendung der Software Mediawiki

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde

Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz, MME

Projektinhalt: Ein Lernzielkatalog (LZK) wird meist mit großem Aufwand erstellt, seine praktische Nutzung im curricularen Alltag erfolgt jedoch oft nur sehr begrenzt. Die Kataloge liegen als pdf-Datei oder in einem spezifischen Datenbankformat vor, somit ist das Auffinden von Lernzielen, ihre Verknüpfung mit anderen Inhalten und das Navigieren im Katalog nicht möglich oder aber schwierig und erklärungsbedürftig. Mit Mediawiki steht eine open-source Software zur Verfügung, die es ermöglicht, einen Lernzielkatalog analog zu der allen bekannten Wikipedia-Darstellung zu erstellen.

Detektieren und analysieren von charakteristischen Fehlern bei der Präparation von Zähnen in der zahnärztlichen Ausbildung

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde

Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz, MME

Projektinhalt: Bereits im klinischen Studium präparieren die Studierenden am Patienten Zähne für die Aufnahme von Zahnersatz. Für eine gute Ergebnisqualität und hohe Patientensicherheit müssen die Studierenden neben den manuellen Fertigkeiten auch die Fähigkeiten haben, die zu erzielende, möglichst optimale Präparationsform bzw. -geometrie des Zahnes schnell und sicher beurteilen zu können. Zur Entwicklung und Verbesserung dieser Fähigkeit sollen im beantragten Projekt zehn unterschiedliche Zahnpräparationen mit je fünf standardisierten typischen Fehlern erstellt werden, die auf vielfältige Weise in die vorklinische und klinische Ausbildung integriert werden können.

Etablierung gruppenprophylaktischer Maßnahmen für Kieler Flüchtlingskinder zur Verbesserung der psychologischen und angewandten Kompetenzen in der studentischen Ausbildung im Fachbereich Kinderzahnmedizin

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Abteilung Kinderzahnheilkunde

Projektleitung: ZÄ Frau Antje Geiken , Frau cand. med. dent. Vivian Serke (Fachschaft Zahnmedizin)

Projektinhalt: Das Projektziel ist die langfristige Etablierung gruppenprophylaktischer Maßnahmen bei Flüchtlingskindern, durchgeführt von Studierenden im klinischen Kurs der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Paradontologie. Studierende sollen in Vorlesungen und Seminaren vermitteltes Wissen praktisch umsetzen lernen und so schon während des Studiums grundlegende Praktiken wie eine altersentsprechende Mundhygieneinstruktion und Ernährungsberatung bei Kindern durchzuführen. Hemmungen im Umgang mit der Patientengruppe "Kind" können abgebaut und altersgemäße Ansprachen geübt werden. Andererseits profitieren die Kinder wiederum durch das Prophylaxeprogramm, da sie spielerisch eine Verbesserung in der Umsetzung der Mundhygiene-, gesundheit erlernen und für einen späteren Zahnarztbesuch desensibilisiert werden.

Schallfenster in die Klinik (Ultraschall für Studierende)

Verantwortliche Einrichtungen: Institut für Allgemeinmedizin, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Projektleitung: Prof. Dr. med. Hanna Kaduszkiewicz (Institut für Allgemeinmedizin), Prof. Dr. med. Norbert Weiler (Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin), Frau Franziska Jochims (Fachschaft Medizin)

Projektinhalt: Dieser Antrag hat die Einführung der Ultraschalldiagnostik in die studentische Lehre zum Ziel. Im Zentrum steht die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Ultraschall. Es sollen didaktische Konzepte erarbeitet werden, um eine erfolgreiche Vermittlung des komplexen Wissens und der praktischen Anwendung zu gewährleisten. Die erworbenen Fähigkeiten sollen im Blockpraktikum und im PJ dazu führen, dass Ultraschalluntersuchungen sinnvoll an Patienten durchgeführt werden und pathologische Befunde erhoben und eingeordnet werden können. Es soll allen interessierten Studierenden die Teilnahme an den Kursen ermöglicht werden. Dabei ist mit etwa 100 Studierenden pro Semester zu rechnen.

Stärkung praktischer Fähigkeiten im Unterricht der Medizinischen Psychologie mit dem Schwerpunkt Arzt-Patient-Kommunikation

Verantwortliche Einrichtung: Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Siniatchkin, Dr. Uwe Niederberger

Projektinhalt:Das innovative Lehrvorhaben soll eine Lücke zwischen Theorie (Vorlesungen, Lehrbuchwissen) und praktischen Fähigkeiten der Studierenden im Fach Medizinische Psychologie schließen. Techniken der Arzt-Patient-Kommunikation (semistrukturierte Anamneseerhebung, aktives Zuhören, partizipative Entscheidungsfindung, Mitteilung schwieriger Diagnosen, Umgang mit schwierigen Patienten u.a.) werden mit Schauspielern modelliert und auf Video aufgezeichnet, wobei die Videosequenzen in der Qualität der Kommunikation variieren (von beispielhaft ideal über optimal und ambivalent bis zu kontraproduktiv und konflikthaft). Die Videosequenzen werden einerseits für Lehrzwecke und andereseits zur Überprüfung der Lernqualität (strukturiertes Rating von Kommunikationssequenzen) und letztlich zur Vorbereitung auf das Physikum über OpenOLAT benutzt. Das Lehrvorhaben soll moderne Lehrmethoden (videogestützte Unterrichtsgestaltung, digitale Überprüfung der Lernqualität auf der Basis praktischer Videobeispiele, Erweiterung von E-Learning) einführen und damit die Qualität der Lehre im Fach Medizinische Psychologie verbessern.

2015

Doctor`s eyes: Erweiterung medizinischer Unterrichtsinhalte durch WLAN-Kamera-basierte Live-Visualisierung klinischer Untersuchungen und Befunde

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Allgemeine Pädiatrie

Projektleitung: Dr. med. Marcus O. Klein

Projektinhalt: In der Kinder- und Jugendmedizin besteht oft das Problem, dass für den Studienunterricht didaktisch wichtige Krankheitsbilder aufgrund des Alters der Patienten oder der Art bzw. Schwere der Erkrankung nicht für den Unterricht in großen Gruppen geeignet sind. "Doctor`s eyes" soll deshalb durch den Einsatz einer WLAN basierten Live-Übertragung vom Behandlungsplatz aus Arzt- und Totalperspektive (z.B. Kamerabrille) in den Hörsaal bzw. den Seminarraum diese aus medizindidaktischer Sicht elementare Lücke schließen. Eine nachhaltige Nutzung soll über die E-Learning Plattform OpenOLAT ermöglicht werden, eine Evaluation des Projektes wird angestrebt.

Elektronische Auswertung von OSCE-Examensfragebögen in Papierform

Verantwortliche Einrichtung: Institut für Allgemeinmedizin

Projektleitung: Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz, Dr. Philipp Harbig

Erstellung von Lehrvideos und Organisation standadrisierter Modulinhalte im Sinne eines Qualitätsmanagements im Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde und Parodontologischen Propädeutik

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie

Projektleitung: Prof. Dr. Birte Größner-Schreiber

Projektinhalt: Im Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde und Parodontologischen Propädeutik erlernen die Studierenden des 1. klinischen Semesters sämtliche Grundprinzipien und klinischen Arbeitsschritte der Zahnerhaltung, der Präventiven Zahnmedizin sowie der Parodontologie und Endodontologie. Zum Lehrinhalt gehört u.a. das Training der verschiedenen Präparations- und Fülltechniken an einem Phantomarbeitsplatz, der Umgang mit modernen Instrumenten, Methoden und Materialien der Zahnerhaltung, das Erlernen von Arbeitsabläufen sowie das Aneignen einer ergonomischen Arbeitshaltung. Aufgrund des anspruchsvollen quantitativen und qualitativen Leistungsumfangs, der eine hohe physische und psychische Arbeitsbelastung für die Studierenden darstellt, wird der Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde aus Sicht der Sudierendenen als einer der anstrengensten Kurse des Studiums angesehen. Vor diesem Hintergrund ist eine intensive Betreuung - vor allem die permanente Beurteilung der Arbeitsschritte während des laufenden Kurses - durch das Lehrpersonal und anschauliches Lehrmaterial (Arbeitsanleitungen, Lehrvideos, Demo-Modelle für möglichst viele Arbeitsschritte) besonders wichtig. In Zusammenarbeit mit drei Studierenden, die den Kurs im Sommersemester 2015 absolviert haben, sollen entsprechende Lehrvideos, Demo-Modelle und ein Curriculum erstellt und u.a. auf OpenOLAT zugänglich gemacht werden.

VISUS-Projekt: Videotechnik zur Supervision im Studentenunterricht

Verantwortliche Einrichtung: Klinik für Ophthalmologie

Projektleitung: PD Dr. med Felix Treumer, Dirk Duwendag

Projektinhalt: Ziel der Projektarbeit ist die Stärkung der Vermittlung der Techniken der augenärztlichen Untersuchung. Das Spaltlampenmikroskop ist traditionell die zentrale Untersuchungseinrichtung der Augenheilkunde. Bauartbedingt ist hier jedoch eine gemeinsame Befunderhebung als Gruppe nicht möglich. Durch digitale Bilderfassung und Live-Projektion der Untersuchungsinhalte der Spaltlampenuntersuchung können diese in Echtzeit den Mitgliedern der Lerngruppen zugänglich gemacht werden. Laufende Untersuchungen werden durch die Kursleitung supervidiert und kontinuierlich angeleitet. Hierdurch können Inhalte interaktiv und nachvollziehbar für die gesamte Gruppe zugänglich gemacht und gemeinsam erarbeitet werden.